Gefahren in der Wohnung

Nicht nur für die Menschen, auch für die Katzen kann der Haushalt viele Tücken bereithalten. Uns fallen sicherlich nicht alle ein, aber wir werden gerade für diese Seiten immer ein offenes Ohr und Auge haben.

Mit dem Kauf unseres Katers Donald haben wir sehr schnell festgestellt, dass die Neugierde der Katzen durch fast nichts zu bremsen ist. Das unbedachte öffnen eines Kippfensters kann sehr schnell zu einer tödlichen Falle werden. Wir haben zwar unsere Fenster alle mit Moskitonetzen bestückt, aber das hält eine Katze nicht davon ab, zu versuchen, nach draußen zu gelangen. Sie gehen mit dem Oberkörper durch den Spalt, rutschen nach unten, und haben keine Chance mehr, sich zu befreien. Diese Gefahr kann man leicht ausschließen, indem man in den V-Spalt Netze spannt, die extra hierfür angeboten werden. Unserer Meinung nach eine sinnvolle Investition, denn wer möchte schon bei jedem Lüftvorgang die Katzen bewachen. 

Auch auf dem Balkon können entsprechende Netze angebracht werden. Sie sind von außen oft kaum sichtbar, können aber das Leben Ihrer Katze retten. Wer kennt es nicht, ein Vogel fliegt dicht vorbei, unsere kleine Raubkatze möchte ihn haben und springt einfach hinterher. Die Katze landet auf dem Boden, wenn der Balkon nicht zu hoch ist, auch sicher und ohne dass sie sich verletzt. Aber sie wird verschreckt sein. Wie schnell kann sie durch eine Fehlentscheidung das Opfer eines vorbeifahrenden Autos sein. Auch wenn unsere Briten eher zu den ruhigeren Vertretern gehören, so jagen sie doch für ihr Leben gern.

Mit Donald haben wir auch gelernt, dass wir den Klodeckel immer schließen. Solange es sich um ein kleines und unerfahrenes Kätzchen handelt, kann es schnell passieren, dass sie in die Kloschüssel springt und ertrinkt. Unsere Toiletten haben noch eine waagerechte Fläche, doch der Gedanke, dass sie darin waten könnten, weckt nicht gerade unsere Begeisterung. Unsere Tiere sind rein närrisch nach Wasser, und es ist schon des öfteren vorgekommen, dass sie mit uns baden wollten. Solange wir dabei sind, ist das auch ganz ok. Aber wir hatten früher die Angewohnheit, in aller Ruhe Wasser in die Badewanne zu lassen und zwischendurch in der Diele noch einen Kaffee. Wir verschließen seitdem die Badezimmertür. Vor allem, wenn wir Babys haben. Denn die Kleinen können unter die Badewanne klettern, aber wir haben keine Chance, sie dort ohne eine Stunde Klempnerarbeit wieder rauszuholen. 

Wer einen Zimmerspringbrunnen hat, wird bemerken, dass die Katzen das Wasser gerne zum Trinken nehmen. Spricht eigentlich ja auch nichts dagegen. Man muss es dann zwar täglich austauschen, aber das ist ja eigentlich kein Problem. Doch die Hersteller der Brunnen empfehlen, destilliertes Wasser zu benutzen, damit der Brunnen nicht so schnell verkalkt. Destilliertes Wasser entzieht nur dem Körper die Mineralien, und das hat fatale Folgen.

Die Waschmaschine, der Trockner und auch der Geschirrspüler sind ideale Verstecke für unsere Kleinen. Auch hier habe wir es uns angewöhnt, nach dem Schließen der Tür und vor dem Einschalten unsere Lieben erst einmal durchzuzählen. Bislang haben sie sich noch nicht dahin zurückgezogen. Doch wer weiß...

Auch mussten wir unseren geliebten Schaukelstuhl "entsorgen". Unser Kater liebt es, direkt hinter uns zu liegen. Und die Gefahr, dass er sich dabei seinen Schwanz einklemmen könnte, war für uns einfach zu groß. Und was ist ein Schaukelstuhl im Gegensatz zu einer glücklichen Katze? Schließlich züchten wir keine Manx...

Zum Schluß noch das - heutige Reizthema - Rauchen. Unstrittig ist wohl mittlerweile, daß ein Raucher unter anderem mit einem deutlich erhöhten Krebsrisiko leben muß. Unstrittig ist auch, daß das sogenannte Passivrauchen - also das Einatmen das Qualms anderer - ebenso gefärlich ist. Ein Stubentiger kann sich den Abgasen seines rauchenden Dosenöffners nicht entziehen. Die Folgen sind für ihn doppelt fatal. Zum Einen atmet die Katze den Qualm ein, das ergibt leider viel zu häufig Lungenkrebs. Zum Anderen setzt sich das Kondensat auf den Haaren der Katze fest, wird dann mittels Fellpflege in den Verdauungstrakt weitertransportiert. Die Folge ist eine drastisch erhöhte Wahrscheinlichkeit von Magen- oder Darmkrebs. Ein Mensch kann sich frei entscheiden, ob er das Risiko eingehen will...

 

 

zurück