Gefahren beim Freigang

Mit dieser Seite möchten wir Sie davon überzeugen, dass eine Rassekatze wie unsere BKH's/Snowshoe's - im Prinzip eigentlich alle Hauskatzen - nichts in der freien Natur zu suchen haben.

Sie sind eine mörderische Gefahr für viele freilebende Tierarten. Der Fluchtreflex von brütenden Vögeln ist zum Schutze der Brut stark herabgesetzt. Entschließt sich ein solcher Vogel dann doch, das Gelege oder die ausgebrüteten Küken zwecks Flucht zu verlassen, ist es oftmals schon zu spät. Selbst wenn die Flucht gelingt, die Küken bleiben im Nest zurück, und dienen der Katze als Leckerli. Da nützt es dann auch nichts, dass einige ganz besonders gedankenlose Exemplare von Dosenöffnern ihren Rackern Glöckchen um den Hals binden. Die Küken wissen dann halt nur ein wenig früher, dass sie gefressen werden. Außerdem hat die Katze ein sehr feines Gehör und das permanente Klingeln ist für die Katze die reinste Quälerei. Jetzt werden sicherlich Einige meinen, dann hält man die Katzen in der Brutsaison in der Wohnung bzw. im Haus. Aber eine Katze, die einmal die Möglichkeit genießen konnte, draußen zu streunen, wird man fortan nicht mehr im Haus einsperren können. Ein gesicherter Freigang (wenn möglich) im Garten oder auf dem Balkon ist da schon eine gute Alternative.

Und sie sind selbst vielen mörderischen Gefahren ausgesetzt. So gibt es viele tödliche Krankheiten, mit denen sich unsere Lieblinge fast nur in freier Wildbahn anstecken können (z.B. Tollwut, Katzen-Aids, Leukose usw.). Gegen Tollwut und Leukose kann man natürlich impfen. Aber gegen Katzen-Aids gibt es in Deutschland nach wie vor keine Impfung. Autoreifen sind in der Lage, eine Katze (je nach Gewicht des dazugehörigen Autos) platt bis sehr platt zu machen. Bissige Hunde, Greifvögel und andere große Räuber finden Katzenfleisch lecker. Rattengift ist für Katzen genauso lecker anzusehen wie für Ratten. Aufgestellte Fallen können nicht unterscheiden, was sie fangen. Jäger und Förster sehen viel lieber freilebende Wildtiere als Haustiere in ihren Revieren, knallen Hauskatzen (und sie unterscheiden nicht zwischen Haus- und Rassekatzen) meistens einfach ab. Was angesichts des Schadens, den die Katzen in der Natur verursachen (siehe oben), objektiv gesehen auch richtig ist. Des weiteren möchten wir hier noch einmal auf die unterschiedlichsten Giftpflanzen hinweisen. Auch nehmen die Katzen bei der Aufnahme von Grünfutter reichlich Pestizide auf. Die auf lange Sicht genau so schädlich sind, wie das hochdosierte Rattengift. Auch gibt es in einigen Gebieten unserer schönen Republik so manchen Katzenhasser, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Tierart möglichst auszurotten. Nicht immer werden die Katzen dabei sofort getötet, sondern leiden noch etliche Stunden, bevor sie dann "endlich" verenden. Auch gibt es einige Mitmenschen, die eine Rassekatze sehen, und sich kurzerhand entschließen, dieses Tier bei sich aufzunehmen. Die Rassekatzen sind im allgemeinen sehr zutraulich und kaum misstrauisch, so dass es ein leichtes ist, einen Briten oder andere Rassekatze mitzunehmen. Das Leid und die Qual der Dosenöffner, die ja nicht wissen können, was mit ihrem Schatz passiert ist, ist unbeschreiblich. Das Warten zieht sich hin und man kann schwer akzeptieren, dass der Liebling wohl nie wieder kommen wird. Und zu guter Letzt möchten wir nicht die Existenz der Tierversuchsanstalten vergessen. Zwar dürfen sie keine gechipten oder tätowierten Tiere benutzen, aber die Gefahr ist gegeben.

Alles zusammen führt dazu, dass eine Katze mit Freigang, die sich im Laufe der Zeit zum Sträuner entwickelt, durchschnittlich eine Lebenserwartung von etwa 4 Jahren hat, während eine Wohnungskatze, die höchstens auf den Balkon oder in den gesicherten Garten kommt, locker 12 bis 16, teilweise sogar über 20 Jahre alt werden kann. Natürlich sind das rein statistische Werte, aber sie zeigen doch sehr deutlich, wie gefährlich das Leben in der Natur ist. Sicherlich werden jetzt Einige meinen, dass die Freiheit diese Gefahren überwiegen, aber wir möchten hier noch einmal ganz klar sagen: Eine Katze, die niemals den Freigang erlebt hat, wird ihn auch nicht vermissen. Und der gesicherte Balkon oder Garten reicht unseren geliebten "Stubentigern" aus.

 

 

 

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